BSI

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik bildet den zentralen nationalen Industriestandard für Informationssicherheit. Blaufeld überführt diesen Maßstab und klassifiziert Risiken in konkrete Kontrollen, Tests und Nachweise.

Reales Newton-Pendel mit einer angehobenen äußeren Kugel
Angriffe dürfen nicht ungehindert durchdringen

Informationssicherheit beginnt mit dem Geschäftsbetrieb

IT-Grundschutz betrachtet nicht nur einzelne Geräte. Entscheidend ist der vollständige Informationsverbund aus Aufgaben, Informationen, Anwendungen, Systemen, Räumen, Verbindungen und beteiligten Dienstleistern.

AUFTRAG

Geschäftsprozess

Der Sicherheitsrahmen beginnt bei der Leistung, die das Unternehmen zuverlässig erbringen muss. Kritische Abläufe und Abhängigkeiten werden zuerst sichtbar gemacht.

SCHUTZZIELE

Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit

Für Informationen und Systeme wird begründet, welche Auswirkungen Offenlegung, Veränderung oder Ausfall auf den Betrieb hätten.

VERANTWORTUNG

Leitung und Sicherheitsorganisation

Ziele, Rollen, Ressourcen und Freigaben werden organisatorisch verankert. Informationssicherheit bleibt eine Leitungsaufgabe mit benannten operativen Zuständigkeiten.

Vier Standards bilden das Managementsystem

Die Reihe 200 trennt Führung, Vorgehensweise, Risikobehandlung und Wiederanlauf. Erst zusammen entsteht ein belastbarer Sicherheitsbetrieb.

BSI-STANDARD200-1

Managementsystem für Informationssicherheit

Definiert Aufgaben, Verantwortung und wesentliche Bestandteile eines ISMS. Die Leitung setzt Ziele, Rahmen und Ressourcen.

BSI-STANDARD200-2

IT-Grundschutz-Methodik

Beschreibt den Aufbau des Sicherheitsprozesses mit Struktur-, Schutzbedarfs-, Modellierungs- und Prüfmethodik.

BSI-STANDARD200-3

Risikoanalyse

Erweitert den Grundschutz für erhöhten Schutzbedarf, neuartige Systeme und Gefährdungen, die durch vorhandene Bausteine nicht ausreichend behandelt werden.

BSI-STANDARD200-4

Business Continuity Management

Verbindet Vorsorge, Reaktion und Wiederanlauf mit priorisierten Geschäftsprozessen und getesteten Notbetriebswegen.

Primärquellen

Blaufeld übersetzt BSI-Standards und BSI-Veröffentlichungen in die technische Umsetzung.

Unternehmens-KI benötigt eine eigene Risikoschicht

Generative Modelle verarbeiten unstrukturierte Eingaben, erzeugen neue Inhalte und können Werkzeuge auslösen. Deshalb werden Modellrisiken mit Identität, Datenpfad, Ausführungsrechten und menschlicher Entscheidung verbunden.

Input Boundary

INJ.01
Indirect Prompt InjectionExterne Dokumente und Webseiten bleiben untrusted data. Enthaltene Anweisungen erhalten keine Autorität über Systemregeln oder Berechtigungen.
DATA.02
Minimierter KontextNur zulässige Datenklassen, Quellen und Ausschnitte gelangen in den Modellkontext. Geheimnisse und unnötige personenbezogene Daten bleiben getrennt.

Retrieval Authorization

RAG.01
Quellrechte vor RetrievalNutzer-, Rollen-, Mandanten- und Dokumentrechte wirken bereits bei der Auswahl der Quelle, nicht erst nach der Modellantwort.
PROV.02
ProvenanceQuelle, Version und Transformationsweg bleiben dem Ergebnis zugeordnet und machen die fachliche Prüfung reproduzierbar.

Execution Control

TOOL.01
Separate DienstidentitätJede Integration arbeitet mit eigenen Scopes, festgelegten Zielsystemen und serverseitiger Autorisierung.
AUTH.02
Wirkungsabhängige FreigabeSchreibende, externe, finanzielle oder personenbezogene Aktionen erhalten eine explizite Freigabeschwelle.

Verification and Recovery

TEST.01
Modell- und WirkungstestFehlerhafte Ausgaben, Manipulationsversuche und unerwartete Aktionen werden vor Produktivbetrieb mit definierten Testfällen geprüft.
BCM.02
Unabhängiger RückfallwegStopp, Zugriffsentzug, Rollback, Wiederherstellung und manueller Betrieb funktionieren außerhalb des Modells.

Blaufeld macht BSI-Standards ausführbar

Aus dem BSI-Maßstab entsteht eine zusammenhängende Umsetzungskette aus Systemgrenze, Schutzbedarf, Kontrolle, Test und belastbarem Betrieb.

SYSTEMGRENZE

Informationsverbund erfassen. Geschäftsprozesse, Informationen, Anwendungen, Identitäten, Endpunkte, Netze, Räume und externe Abhängigkeiten werden einer prüfbaren Architektur zugeordnet.

SCHUTZBEDARF

Schadenswirkung begründen. Offenlegung, Veränderung und Ausfall werden nach ihrer Wirkung auf Kunden, Finanzen, Recht, Reputation und Handlungsfähigkeit bewertet.

KONTROLLE

Anforderungen ausführbar machen. Jede relevante Anforderung erhält eine konkrete Maßnahme, Konfiguration, zuständige Person, Freigabeschwelle und Eskalationsregel.

TEST

Wirksamkeit nachweisen. Testfall, erwartetes Ergebnis, tatsächlicher Systemzustand, Abweichung, Restrisiko und Freigabe werden datiert dokumentiert.

BETRIEB

Reaktion und Wiederanlauf vorbereiten. Erkennung, Isolation, Kommunikation, Wiederherstellung und manueller Ersatzbetrieb werden mit Verantwortlichkeit und Prüftermin als funktionsfähiger Prozess geführt.

Schutzbedarf vor dem Einsatz einordnen

Der erste Schritt erfasst Geschäftsprozesse, Informationen, Systeme, mögliche Auswirkungen und bereits vorhandene Kontrollen.

SCHUTZBEDARF EINORDNEN