Sicherheitsarchitektur
Sicherheit ist primär und nicht verhandelbar.
Eine Blaufeld Unternehmens-KI arbeitet nur innerhalb von Grenzen, die sie weder erweitern noch abschalten kann.
Sicherheit entsteht vor der ersten Ausführung
Eine sichere Unternehmens-KI beginnt nicht mit Vertrauen in ein Modell. Sie beginnt mit einer Umgebung, die Daten, Rechte und mögliche Wirkungen technisch begrenzt.
Arbeitsraum festlegen
Nur freigegebene Datenquellen, Werkzeuge und Zielsysteme sind erreichbar. Jede Identität erhält ausschließlich die für ihren Auftrag erforderlichen Rechte.
Wirkung getrennt prüfen
Eine plausible Antwort ist kein Beweis. Ergebnis, Systemzustand und externe Wirkung werden unabhängig voneinander kontrolliert.
Fehler beherrschbar halten
Stopp, Rollback, Wiederherstellung und manueller Betrieb bleiben außerhalb der KI verfügbar und werden vor dem Produktivbetrieb getestet.
Acht Kontrollschichten
Jede Schicht besitzt ein eigenes Schutzobjekt. Eine Freigabe ersetzt keine Identität, ein Log keinen Rückfallweg und Endpoint-Schutz keine Werkzeugbegrenzung.
Gerät und Laufzeit. Patchstand, Festplattenverschlüsselung, lokale Schutzmodule, Prozess- und Dateisystemkontrolle.
Authentisierung und Autorisierung. Separate Dienstidentitäten, Least Privilege, kurzlebige Tokens, keine geteilten Administratorrechte.
Kontext und Übertragung. Zulässige Quellen, Klassifizierung, Mandantengrenzen, Speicherort, Retention und Löschung.
Schnittstellen und Funktionen. Allowlists, Schema-Validierung, Parametergrenzen, Egress-Kontrolle und Schutz vor indirekter Prompt-Injection.
Arbeits- und Modellgrenze. Definierter Zweck, zulässiger Kontext, ausgeschlossene Handlungen und kontrollierte Modellwechsel.
Menschliche Entscheidung. Risikoabhängige Approval Gates vor irreversiblen, externen, finanziellen oder personenbezogenen Wirkungen.
Ergebnis und Systemzustand. Soll-Ist-Abgleich, unabhängige Prüfinstanz, Idempotenz und Nachweis der tatsächlich eingetretenen Wirkung.
Protokollierung und Wiederanlauf. Manipulationsgeschützte Logs, Limits, Alarmierung, Kill Switch, Last-known-good und getestete Wiederherstellung.
Technische Regeln sind von Grund auf integriert
Das Modell entscheidet nicht über seine eigenen Rechte. Identitäten, Datenzugriff, Werkzeuge, Netzwerkwege und Systemänderungen werden außerhalb des Modells durch menschlich hinterlegte Policies kontrolliert.
Execution Enforcement
- SBOX.01
- Sandbox und DateisystemRead-only oder Workspace-Write, geschützte Konfigurationspfade und explizite Schreibrechte. Schreibzugriff gilt nur für den freigegebenen Arbeitsbereich.
- NET.02
- Default-Deny EgressAusgehende Verbindungen bleiben standardmäßig gesperrt. Freigaben begrenzen Zielhost, Protokoll und HTTP-Methode. Lokale und private Netze benötigen eine eigene Ausnahme.
- TOOL.03
- Tool AllowlistNur registrierte Werkzeuge mit validiertem Ein- und Ausgabeschema werden verfügbar. Der Tool-Aufruf erhält keine weitergehenden Rechte als die ausführende Identität.
Identity Control
- IAM.01
- Separate IdentitätenBenutzer-, Dienst- und Maschinenkonten bleiben getrennt. Jede Integration erhält eine eindeutig zuordenbare Identität statt gemeinsam genutzter Administratorzugänge.
- IAM.02
- Least PrivilegeRollen, Scopes und Ressourcen werden auf den konkreten Vorgang begrenzt. Berechtigungen sind widerrufbar und werden nicht aus einer Anweisung im Prompt abgeleitet.
- SEC.03
- Runtime SecretsSchlüssel werden aus einem begrenzten Secret-System erst zur Laufzeit bereitgestellt. Sie erscheinen weder im Prompt noch im Arbeitswissen oder in der Ergebnisdokumentation.
Data Isolation
- DATA.01
- Context IsolationDatenminimierung, getrennte Wissensräume, definierte Quellen und kontrollierte Aufbewahrung verhindern ungezielte Kontextvermischung.
- DATA.02
- Retrieval FilteringMandant, Rolle, Quelle und Schutzklasse begrenzen die Auswahl bereits vor der Bereitstellung an das Modell. Nicht freigegebene Inhalte gelangen nicht in den Arbeitskontext.
- DATA.03
- ProvenanceVerwendete Quellen, Datenherkunft und Transformationsschritte bleiben dem Ergebnis zugeordnet. Dadurch lassen sich Einfluss, Aktualität und Abweichungen prüfen.
Transactional Control
- AUTH.01
- Approval GatesExterne, privilegierte oder schwer reversible Aktionen benötigen eine passende Autorisierung für genau diese Wirkung und genau dieses Zielsystem.
- TXN.02
- Idempotenz und SperrenEindeutige Vorgangskennungen, Vorbedingungsprüfungen und technische Sperren verhindern doppelte Ausführung, veraltete Änderungen und konkurrierende Schreibvorgänge.
- INT.03
- State VerificationAusgangszustand, Änderung und Zielzustand werden getrennt geprüft. Erst der verifizierte Zustand im führenden System gilt als Erfolg.
- Prompt InjectionExterne Inhalte bleiben Daten und erhalten keine Berechtigungshoheit.
- Data ExfiltrationEgress-Filter, Secret-Trennung und Quellenrechte begrenzen mögliche Abflusswege.
- Privilege EscalationExplizite Identitäten und serverseitige Autorisierung verhindern Rechtegewinn durch Prompting.
- Unintended MutationApproval Gate, Vorbedingungsprüfung und Zielverifikation kontrollieren jede schreibende Wirkung.
- ReplayIdempotenzschlüssel und Vorgangssperren verhindern doppelte oder wiederholte Ausführung.
- Supply ChainAbhängigkeiten, Quellen und ausführbare Werkzeuge werden begrenzt, versioniert und vor Übernahme geprüft.
Das Modell kontrolliert niemals seine eigene Machtgrenze
Rechte, Nachweise und Notfallwege werden außerhalb der ausführenden Instanz erzwungen.
Extern begrenzt
Das Modell kann weder Scopes erweitern noch Freigabeschwellen oder Mandantengrenzen verändern.
Separat geführt
Die ausführende Instanz kann ihre Betriebs-, Freigabe- und Wirkungsprotokolle nicht selbst entfernen.
Unabhängig verfügbar
Abschaltung, Rollback und manueller Ersatzbetrieb funktionieren auch dann, wenn die KI nicht verfügbar oder nicht vertrauenswürdig ist.
Blaufeld Sicherheitsstandard
Sicherheit vor Funktion. Wir prüfen zuerst Rechte, Datenwege, Wirkungen und Rückfallwege.
Erst danach wird entschieden.
Sicherheit hat die oberste Priorität.